Zu wenig Personal, veraltetes oder fehlendes Lehrmaterial und überfüllte Schulklassen, die den Lehrern das Unterrichten oftmals erschweren, zeigen: die Schulen in Deutschland sind unterfinanziert und Lehrer haben kaum Zeit, auf jeden einzelnen Schüler entsprechend seiner Neigungen und Besonderheiten einzugehen.
Auch Zuhause fehlt es oftmals an Unterstützung der Kinder und Jugendlichen. Besonders in bildungsfernen Schichten, die einen großen Teil der Gesellschaft ausmachen, kommt eine angemessene Förderung zu kurz. Und auch wenn sie wollen, können viele Eltern ihren Kindern nicht helfen, da sie manchen Lernstoff gar nicht selbst in der Schule behandelt haben oder sich nicht mehr daran erinnern.
Hilfe zur Selbsthilfe
Für die „erste Hilfe“ hat HELP bereits an einigen Schulen eine Hausaufgabenbetreuung ins Leben gerufen. Auf lange Sicht gesehen ist es jedoch sinnvoller, wenn Schüler lernen sich selbst zu helfen. LERNEN zu lernen ist ein Angebot von HELP, das dies zum Ziel hat. Grundüberzeugung des Konzepts von LERNEN zu lernen ist, dass jeder Schüler anders lernt und damit – vorwiegend - einem bestimmten Lerntyp zugeordnet werden kann. Während die einen etwa am besten über das Gehör lernen, sind die anderen besonders für eine bildhafte Darstellung des Lernstoffs empfänglich.
Um das festzustellen, geht der Kursleiter Übungsaufgaben mit den Teilnehmern durch. So erkennt er, welche Vorlieben jeder Schüler beim Lernen hat und kann ihm mit diesem Wissen ausgesuchte Lernmethoden an die Hand geben, die ihm das Lernen erleichtern. Nebenbei vermittelt der Kursleiter wichtige Informationen zur Funktionsweise des Gehirns, zur Überwindung des „inneren Schweinehundes“ und gibt nützliche Tipps zur Verbesserung des Gedächtnisses. So lernen die Schüler, auch schwierigen Situationen wie etwa „Black-outs“ gewachsen zu sein. Das schafft Selbstvertrauen, steigert das Selbstwertgefühl der Schüler und bewirkt letztlich eine Verbesserung der Lernleistung.
Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerbildung an der WWU Münster
Nachdem HELP den Kurs LERNEN zu lernen seit Ende 2007 bereits erfolgreich an verschiedenen Schulen anbieten und das Konzept weiter ausbauen konnte, entwickelte sich das Vorhaben, LERNEN zu lernen noch an weiteren Schulen in Deutschland anzubieten. Doch zunächst fehlten die Kursleiter. Was tun? Der Gedanke, angehende Lehrkräfte als Kursleiter auszubilden, brachte die Lösung.
In Kooperation mit dem Zentrum für Lehrerbildung an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster bieten HELP-Mitarbeiter seit Anfang 2009 Seminare zu LERNEN zu lernen für Lehramts-Studenten an. Zugleich vermittelt der Verein ihnen Schulen, an denen sie den Kurs durchführen. Das bedeutet wichtige Praxiserfahrung für die Studierenden und zugleich freut sich HELP über mögliche langfristige Mitarbeiter.
Kurse für Eltern und Lehrer
Damit der LERNEN zu lernen Kurs den Kindern und Jugendlichen möglichst nachhaltig hilft, initiiert HELP seit Anfang 2011 auch Weiterbildungen für Eltern und Lehrer. So wird das direkte Umfeld der Schüler einbezogen und die Lernmethoden finden noch regelmäßiger Anwendung.
Ansprechpersonen:
Ingo Knieper, 0151/ 113 258 50, knieper@help-deutschland.de
Dominik Zurloh, 0151/ 113 258 44, zurloh@help-deutschland.de
Hier finden Sie eine Übersicht über die Teilnehmerzahlen am Projekte LERNEN zu lernen
Den Kurs LERNEN zu lernen bietet HELP an folgenden Schulen an:
Grundschule Sandheide in Erkrath bei Düsseldorf
Kopernikus-Hauptschule in Hamm
Gutenberg-Grundschule in Hamm
Albert-Schweitzer-Hauptschule in Hamm
Falkschule in Hamm
Martin-Luther-Hauptschule in Hamm
Willy-Brandt-Gesamtschule in Bergkamen
Grund- und Hauptschule Gildehaus in Bad Bentheim
Schulzentrum Lohne in Wietmarschen
Grundschule Altenlingen in Lingen
In verschiedenen Zeitungen wurde über den Kurs LERNEN zu lernen berichtet:
MV vom 2. Dezember 2011
Westfälischer Anzeiger vom 29. März 2011
Westfälischer Rundschau vom 16. September 2009
Hellweger Anzeiger vom 8. September 2009
Westfälischer Anzeiger vom 4. September 2009
Westfälischer Anzeiger vom 11. Februar 2009
Lokalanzeiger Erkrath vom 22. Oktober 2008
Westdeutsche Zeitung vom 17. Oktober 2008
Rheinische Post vom 16. Oktober 2008
Neue Rhein Zeitung vom 16. Oktober 2008
Westfälische Nachrichten vom 12. Oktober 2007
Geschichtenwettbewerb "Geschichtentechnik - schneller mehr behalten"
Beiträge Caroline Keip und Yassmina Chaquiri, Grundschule Sandheide in Erkrath, Schuljahr 2008/09