Praktikantenzimmer für die Arche München

„Wir holen die Kinder von der Straße“ – dieser Satz steht zentral beim Christlichen Kinder- und Jugendwerk Die Arche. Die bekannte Einrichtung machte unter der Leitung des Gründers Bernd Siggelkow eine bemerkenswerte Entwicklung durch: 1995 errichtete Siggelkow in Berlin-Hellersdorf die erste Arche, mittlerweile gibt es deutschlandweit 19 Standorte, die ihre Türen für benachteiligte Kinder und Jugendliche öffnen.

Im Münchener Stadtteil Moosach, der teilweise als „sozialer Brennpunkt“ gilt, steht eine der Archen. Seit 2006 besuchen Kinder und Jugendliche von 5 bis 18 Jahren, mit ganz unterschiedlichen nationalen, religiösen und kulturellen Hintergründen, die Einrichtung. In der Arche, die in einen Kinder- und einen Jugendbereich unterteilt ist, können die jungen Menschen verschiedene Kreativ- und Sportangebote wahrnehmen, sie werden bei den Hausaufgaben unterstützt, erlernen handwerkliche Fertigkeiten, feiern gemeinsam Feste oder machen Ausflüge. Nicht zuletzt freuen sie sich über ein warmes Mittagessen, das ihnen in der Arche geboten wird.

Für viele der jungen Menschen ist die Arche München eine feste Anlaufstelle. Ihr familiärer Hintergrund ist oftmals problematisch, die Eltern sind abwesend oder das Verhältnis zu ihnen ist belastet oder zerrüttet. Hier sind die Mitarbeiter der Arche München verlässliche Ansprechpersonen für die Kinder und Jugendlichen. Sie unterstützen sie in Ihrer Entwicklung und schaffen ihnen hierfür Freiräume, fördern die Toleranz unter den jungen Menschen und haben ein offenes Ohr für Sorgen und Probleme. Zugleich stellen sie Kontakte zu den Schulen und Eltern her und schaffen auf diese Weise eine Plattform für einen Austausch und Kooperationen, von denen alle profitieren können.

Neben den sieben festen Mitarbeitern arbeiten vier Praktikanten für die Arche München. Sie werden als vollwertige Mitarbeiter betrachtet, arbeiten in Vollzeit in der Arche und sammeln hier wichtige Erfahrungen und Erkenntnisse in der Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. In der Regel besuchen sie Erzieherschulen oder Fachhochschulen des Bereichs Soziale Arbeit. „Für unsere tägliche Arbeit sind die Praktikanten unentbehrlich“, erklärt Antje Breda, die Leiterin der Arche München. Da die Arche ihnen jedoch nur ein Taschengeld für ihren Einsatz zahlen kann, würde die Aufnahme des Praktikums bei vielen an der Finanzierung der Unterkunft scheitern.

HELP finanziert der Arche München seit 2010 die Praktikanten Wohnheimzimmer. Auf diese Weise sichert HELP die ständige Mitarbeit der Praktikanten, die entscheidend zu der Durchführung und dem Gelingen der vielen täglichen Angebote beitragen.

www.kinderprojekt-arche.eu

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