Finanzierung der KMDD Feriencamps

Was kann ich? Wozu bin ich da? Und überhaupt: Was soll mal aus mir werden? Fragen wie diese stellen sich irgendwann die meisten Jugendlichen. Das gehört zum Erwachsenwerden einfach dazu. Antworten auf solche Fragen zu finden, ist jedoch nicht einfach. Sie verlangen mitunter eine anstrengende Auseinandersetzung mit sich selbst, mit anderen, mit günstigen oder ungünsti­gen Voraussetzungen. Um den Kopf bei diesen manchmal als unüberwindbar erscheinenden Anforderungen einmal frei zu kriegen, greifen viele zu Drogen. Und einige tun es dann immer öfter. 

Fast 1,5 Millionen Jugendliche in Deutschland sind suchtgefährdet. Der Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN in München will das nicht hinnehmen, sondern etwas dagegen unternehmen. Das ge­schieht auf ganz vielfältige Weise, bei KEINE MACHT DEN DROGEN jedoch immer präventiv. „Wir wollen nicht reparieren, wir wollen vorbeugen“, erklärt der Vorsitzende Prof. Knut Föckler. Die Maßnahmen des Vereins sollen Jugendlichen dabei helfen, ihr eigenes Potential zu entdecken und zu fördern. Sie werden darin gestärkt, dass sie ohne Drogen Probleme lösen können und ihren Weg finden.    

Eine suchtpräventive Maßnahme, die der Verein seit 2006 mit großem Erfolg durchführte, sind die „ADVENTURE CAMPs“. In Hohenbüchen (Nieder­sachsen) und Neuburg (Bayern) verbringen seitdem rund 300 Teilnehmer jährlich drei Tage in einem der Camps. Auf dem Programm stehen Klettern, Bogenschießen, Theater spielen und Musik machen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nehmen an einem Plakatwettbewerb teil oder bauen gemeinsam ein Floß. Bei all diesen spannenden Tätigkeiten erfahren sie vor allem eine Menge über sich selbst. Den Jugendlichen soll dabei so viel Freiraum wie möglich gegeben werden. 

Doch es gibt auch Grenzen. Alkohol, Tabak und illegale Drogen werden nicht geduldet. Die Teilnehmer sollen ja die Erfahrung machen, dass Spaß und Abenteuer nicht nur mit dem Kon­sum von Drogen möglich sind. „Ich hatte im Camp voll viel Spaß und hab mich nicht gelang­weilt, also geht das auch ohne Alkohol und Drogen“, schrieb eine 14jährige Teilnehmerin über ihre Erlebnisse im ADVENTURE CAMP. Neben den erlebnispädagogischen Maßnahmen wird den Jugendlichen auf Informationsveranstaltungen Wissen zu Sucht und Sucht- bzw. Gewaltvorbeugung vermittelt. In Gruppendiskussionen und mit Rollenspielen wird außerdem der Umgang mit Konflikten und Krisensituationen praktisch erprobt. 

In den Adventure Camps fallen einige Teilnehmer durch eine außergewöhnliche Sozialkompetenz, Kritikbereitschaft und Lernfähigkeit auf. Diese Jugendlichen werden dazu eingeladen, sich für das „Leadership Programm“ zu bewerben. Zuletzt sind es rund 25 Jugendliche, die an dem Programm teilnehmen. Durch Vorträge, Workshops und Gruppenarbeiten werden sie besonders geschult, bevor sie als „Juniorbetreuer“ bei den folgenden Adventure Camps dabei sind. Nach dem Ansatz der „Peer Education“, der Erziehung unter Gleichaltrigen, treten sie dort als positives Vorbild für die Jüngeren auf und stehen ihnen als gleichaltrige Ansprechperson zur Verfügung. 

Seit 2007 unterstützt HELP den Förderverein KEINE MACHT DEN DROGEN maßgeblich bei der Realisierung der ADVENTURE CAMPs. 2010 übernahm der Verein die Finanzierung eines der Camps in Bayern. Darüber hinaus finanzierte er KEINE MACHT DEN DROGEN das weiterführende „Leadership Programm“.

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