Aufgefangen - Ambulanter Hospizdienst

Ein Trauerfall in der Familie ist eine schwierige Zeit für alle Betroffenen. In ihrer eigenen Trauer fehlt Angehörigen häufig der Blick für alle Mitglieder der Familie. Doch besonders Kinder und Jugendliche brauchen umfassende Hilfe. Es ist von gesellschaftlicher Bedeutung diese Lücke zu schließen und Kinder und Jugendliche während der Trauerphase so früh wie möglich zu begleiten und zu unterstützen.

Kinder und Jugendliche trauern anders

Kinder zeigen ihre Trauer nur punktuell und sprunghaft. Es entsteht der Eindruck, sie haben alles gut verkraftet.

Sehr oft haben die jungen Menschen nicht die Möglichkeit zu zeigen, was und wie sie fühlen. Sie halten sich zurück, um andere Familienmitglieder in ihrer Trauer nicht noch mehr zu belasten. Oft werden sie unbewusst daran gehindert ihre Trauer zu durchleben. Wut, Trotz oder Rückzug werden als Ausdrucksformen kindlicher Trauer oft nicht erkannt. Erwachsene neigen dazu, alles von den Kindern fern zu halten. Sie sind selbst verunsichert, haben keine Antworten oder können den kindlichen Schmerz nicht aushalten.

Der Hospiz-Dienst "Aufgefangen" möchte Kinder und Jugendliche auf ihrem Trauerweg begleiten. Den Kindern und Jugendlichen muss für ihre Trauer Zeit, Raum und Gemeinschaft gegeben werden. Im FUCHSBAU ist genau dies möglich.

Hier erhalten Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren die Ermutigung, ihre Trauer intensiv („rücksichtslos“) auszuleben. Die Kinder sollen gestärkt den weiteren Lebensweg beschreiten, mit den geliebten Verstorbenen als inneren Begleiter.

Das anfangs ehrenamtlich durchgeführte Angebot FUCHSBAU erfährt eine so hohe Nachfrage, dass die Einstellung einer Fachkraft erforderlich wurde. HELP unterstützt den FUCHSBAU seit März 2017 mit einer Teilübernahme der entstandenen Personalkosten.

Mehr Informationen: www.aufgefangen.de

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Ausgabe 18
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