Erster GeschwisterkinderTREFF

Neues Angebot für Geschwister von schwer kranken Kindern: Seit Januar 2017 treffen sich Geschwister von Kindern mit einer schweren Erkrankung oder Behinderung regelmäßig zum Austausch beim neuen GeschwisterTREFF am Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung.

Kinder, die ein schwer krankes oder beeinträchtigtes Geschwister haben, zwischen acht und 14 Jahre alt sind und aus der Region rund um den Chiemsee stammen, haben jetzt erstmals die Möglichkeit, beim neuen GeschwisterTREFF zusammenzukommen. Er findet ab Januar 2017 am Irmengard-Hof der Björn SchulzStiftung in Gstadt statt.

Bei den Treffen lernen sie andere Geschwisterkinder kennen, die in einer ähnlichen Situation leben. Der GeschwisterTREFF findet in regelmäßigen Abständen mindestens einmal im Monat jeweils samstags statt.
Organisiert und begleitet wird das Projekt von den Geschwisterfachkräften des sozialpädagogischen Teams am Irmengard-Hof der Björn Schulz Stiftung, die seit vielen Jahren auf die Geschwisterarbeit spezialisiert ist.

Auf dem Programm stehen Almwanderungen, Schwimmen und Rodeln, ein Musikprojekt oder Grill- und Kocherlebnisse mit leckerem Essen und auch ein Geschwisterverwöhntag. Zusätzlich werden verschiedene
Workshops speziell für Geschwister durchgeführt, die den Austausch untereinander, den Zusammenhalt und das Verständnis für ein Leben in einer Familie mit einem schwer kranken Kind fördern.

Was ist Geschwisterarbeit?

Die Situation der Geschwister in Familien mit einem schwer kranken Kind oder einem Kind mit Behinderung gestaltet sich oftmals schwierig. Die Familien sind durch die Sorge um das erkrankte Kind und die aufwendige Betreuung und Pflege sehr belastet.

Oft bleibt für die Interessen und Gefühle der gesunden Geschwister nicht genügend Zeit, so dass sie sich zurückgesetzt und allein gelassen fühlen. Die Angebote der Björn Schulz Stiftung stärken Geschwisterkinder in dieser schwierigen Lebenslage. In speziellen Workshops und Freizeiten stehen sie im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit und treffen auf andere Kinder, denen
es ähnlich geht. Gemeinsame Unternehmungen, erlebnispädagogische Aktivitäten und begleitende Gespräche schaffen einen Ausgleich zum Familienalltag, stärken das Selbstvertrauen und geben den  Geschwisterkindern Raum für ihre Interessen und Bedürfnisse.

Begleitet werden die Maßnahmen von erfahrenen, pädagogisch geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die eine Zusatzausbildung als Geschwister-Fachkraft haben. Die Geschwisterarbeit der Björn Schulz Stiftung ist bisher ausschließlich spendenfinanziert.

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