HELP bringt das Ganztagskonzept zum Leben

Die Lebensumstände der Kinder haben sich in den letzten Jahren enorm verändert: die Erwerbstätigkeit in Familien ist gestiegen, die familiäre Arbeitsteilung hat sich verändert, es gibt viel mehr alleinerziehende berufstätige Elternteile etc.  Daraus resultiert die Erfordernis einer ganztägigen Betreuung von Kindern. Die ganztägige Betreuung von Grundschulkindern stellt die Schulen jedoch vor neue Herausforderungen.

Ziel der Ganztagsschule ist eine verlässliche Betreuung, in der Kinder gestärkt werden, Lernen stattfindet und die Eltern eine Entlastung erfahren. Die Ganztagsschule soll sich am Kind und seinen Bedürfnissen orientieren, Raum für individuelle Förderung schaffen und vor allem für einen Aufbau der Chancengleichheit sorgen. Insbesondere Kinder aus bildungsfernen Schichten und mit Migrationshintergrund sollen an einem vielschichtigen kulturellen Angebot teilnehmen können. Das Wohlbefinden des Schülers steht im Mittelpunkt. Ausgangspunkt des pädagogischen Handelns ist es, Motivation und Interesse der Schüler zu wecken. Das Konzept der Ganztagsschule sieht vor,die Kinder zu stärken und ihnen beider Entfaltung ihrer sozialen Kompetenzen zu helfen.

Viele Schulen können diese komplexen Aufgaben aus eigener Kraft nicht leisten, da ihnen die personellen und sachlichen Ressourcen fehlen.Sie sind bei diesen Aufgaben auf Unterstützung angewiesen. Diese Ausgangslage ist der Ansatzpunkt der Stiftung HELP.Wie die individuelle, ganzheitliche und nachhaltige Förderung am Nachmittag stattfinden kann, zeigt die Stiftung HELP als Kooperationspartner von Schulen und Kindergärten.

Ein exemplarischer Tagesablauf

Der Ganztag beginnt täglich ab 13 Uhr und endet um 16 Uhr. Die Frühbetreuung (7-8 Uhr) und die Spätbetreuung(16-17 Uhr) sind fakultativ und sollen insbesondere berufstätigen Eltern Unterstützung bieten. Das Mittagessen findet um 13.30 Uhr statt.

Danach folgt die 30-minütige Hausaufgabenbetreuung bis 14.30 Uhr. Die Mitarbeiter sorgen für eine entsprechende ruhige Arbeitsatmosphäre.Kinder, die fertig sind, dürfen sich Denk- oder Lernspielen widmen. Die Hausaufgaben werden nicht korrigiert, da der Leistungsstand anhand der Hausaufgaben für den Klassenlehrer erkennbar bleiben muss. Den Kindern wird jedoch anhand von Impulsen Unterstützung zum richtigen Weg aufgezeigt. Bis 16 Uhr finden die AGs statt.

Die Hausaufgabenbetreuung, das Mittagessen und die AGs werden von einer festen Bezugsperson begleitet und durchgeführt. Besonderen Wert legen die Mitarbeiter auf die Vermittlung von Tisch- und Esskultur. Damit die Hausaufgabenbetreuung erfolgreich verläuft und die Schüler individuell gefördert werden können, muss ein Austausch zwischen Lehrer, Ganztagsmitarbeiter und Eltern gewährleistet werden und erfolgen.

Zusammenarbeit als Schlüssel zum Erfolg

Soll das gemeinsame Konzept erfolgreich sein, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen den Lehrern und den Ganztagsmitarbeitern die Grundvoraussetzung. Die Schulleitung und die Koordination der Stiftung HELP organisieren den Ganztag und schaffen damit ein Bindeglied zwischen dem Schulunterricht und dem Nachmittagsangebot. Dabei kommt es auf jeden einzelnen Mitarbeiter und jede Lehrkraft an. Um eine bessere Zusammenarbeit zu ermöglichen,nimmt ein HELP-Mitarbeiter an Dienstbesprechungen der Schule teil, wenn es um Angelegenheiten zum Ganztag geht. Eine Verzahnung zwischen Vor und Nachmittag wird ebenso durch die Teilnahme der HELP-Mitarbeiter an Elternabenden ermöglicht, in denen es um Raum für Anregungen, Verbesserungsvorschläge und das Setzen gemeinsamer Ziele geht.Der schulische Vormittag und die Betreuung am Nachmittag sind durch sogenannte „Organisationshefte“verbunden. Diese ermöglichen eine schnelle Kommunikation zwischen Lehrkräften, Eltern und Ganztagsmitarbeitern.

Auf diese Weise findet eine bessere Verzahnung statt und ein direkter Austausch wird gewährleistet. Alle Beteiligten sind zum Wohle der Kinder auf eine Informationsweitergabe angewiesen. Auch das Festlegen gemeinsamer Ziele und das Einhalten gemeinsamer Absprachen ist notwendig. Eine gegenseitige Akzeptanz ist Grundvoraussetzung für eine gelungene Zusammenarbeit, von der die Schülerinnen und Schüler profitieren.

Dass die Unterstützung durch die Stiftung HELP gut bei den Schulen ankommt, belegen die Anfragen von Schulen und die Resonanz von Schulleitungen.

Salome Bokelmann, Rektorin der Grundschule Marienwerder, sagt:

„Wir freuen uns immer wieder über die freundliche, zuverlässige und kooperative Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stiftung HELP.

Die Kinder werden durch pädagogisch ausgebildetes Personal vielseitig, kontinuierlich und ritualisiert durch den Nachmittag begleitet.”

Über den Autor:
Kemal Karstens
Kemal Karstens


Kemal Karstens studierte Deutsche
Sprache und Literatur auf Lehramt sowie
Deutsche Philologie und Erziehungswissenschaften.

Seit 2014 ist er für die Stiftung HELP im Ganztag an der
Grundschule Marienwerder tätig.

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