Wertvolle Klänge am Lebensende
HELP e.V. finanziert Musiktherapie auf der Palliativstation
Diese Spende kommt vielen Menschen in der letzten Lebensphase zugute: HELP e.V. finanziert ein musiktherapeutisches Angebot auf der MHH-Palliativstation. Seit März dieses Jahres kommt die Musiktherapeutin Tabea Zimmermann regelmäßig auf die Station, um den schwerkranken Patientinnen und Patienten Momente der Entspannung und Freude zu schenken.

Bildnachweis – Copyright: ©Karin Kaiser / MHH
„Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt eigentlich auf der Kinder- und Jugendhilfe, aber dieses Projekt hat mich trotzdem sofort überzeugt“, berichtet Otto Wegmann, Initiator von HELP e.V. und jahrelang erster Vorsitzender. Die Idee dafür hatte Professorin Dr. Stephanie Stiel. „Ich habe in anderen Kliniken erlebt, wie wertvoll die Musiktherapie für Menschen am Lebensende sein kann. Deshalb freut es mich sehr, dass es das Angebot nun auch hier gibt“, sagt die Versorgungsforscherin. Die positive Wirkung der Musik – die Linderung der Symptome, die Steigerung des Wohlbefindens und die Verbesserung des Schlafs – sei wissenschaftlich bewiesen.
Je nach Bedürfnis der Patientinnen und Patienten setzt Tabea Zimmermann unterschiedliche Instrumente und ihre eigene Stimme ein. Zur Entspannung tragen beispielsweise Klangschalen oder das Saiteninstrument Monochord bei, eine eher aktivierende Wirkung haben Gitarre und Percussions. „Manchmal möchten die kranken Menschen auch einfach nur mit mir singen“, erklärt Tabea Zimmermann. Durch die gemeinsame Musik erleben die Betroffenen menschliche Zuwendung und Wertschätzung. Was Professorin Stiel besonders freut: Die Zuwendung von HELP e.V. ist eine Dauerspende. Die Musiktherapie kann also viele Jahre angeboten werden.
Text: Tina Götting / MHH